Motorola erwirkt Verkaufsverbot gegen Apple

Nach einem Urteil des Landgerichts Mannheim darf Apple in seinem Online Store bis auf weiteres bestimmte iPad- und iPhone-Modelle nicht mehr verkaufen.

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit tobt zwischen den Handy-Herstellern ein erbitterter Streit um Patentrechte. Jetzt hat erstmals auch Apple eine empfindliche Niederlage vor Gericht einstecken müssen. So ist es dem Unternehmen aus Cupertino nach einem Urteil des Landgerichts Mannheim nicht mehr erlaubt, bestimmte Geräte in seinem Online-Shop anzubieten. Dazu zählen alle iPads mit 3G-Funkmodul sowie die älteren iPhone-Modelle 3G, 3G S sowie 4. Das aktuelle iPhone-Modell 4S ist insdes von der Verfügung nicht betroffen.

Der Urteilsspruch richtet sich allerdings nur gegen die Gesellschaft Apple Sales International in Irland, die den Online-Store von Apple in Europa betreibt. Daher dürften die betroffenen Geräte auch weiterhin im stationären Handel verfügbar sein. "Auch wenn einige iPad- und iPhone-Modelle derzeit nicht in unserem Online-Store in Deutschland verfügbar sind, dürften Kunden kein Problem haben, diese Geräte in unseren Stores oder bei autorisierten Händlern zu finden", sagte dazu ein Apple-Sprecher.

Motorola hatte Apple die Verletzung eines älteren Mobilfunkpatents vorgeworfen. Apple kündigte an, gegen das Urteil des Landgerichts Einspruch einzulegen.


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