Microsoft-Erfindung: Touch-Eingabe wie von Geisterhand

 
Foto: Microsoft Research

OmniTouch: Beliebige Oberflächen als Touchscreen nutzen (Foto: Microsoft Research)

Microsoft und die Carnegie Mellon University tüfteln an einer alternativen Eingabemethode, die beliebige Oberflächen zum vollwertigen Touchscreen macht.

Forscher des "OmniTouch"-Projekts von Microsoft Research haben in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University ein System entwickelt, mit dem sich beliebige Oberflächen in der Umgebung des Benutzers als Touchscreen nutzen lassen. Der "OmniTouch"-Prototyp wird auf der Schulter getragen und projiziert mittels eines Laserprojektors eine grafische Eingabemaske auf beliebige Oberflächen wie Tische und Wände sowie Hände oder Arme. 

Eine Kamera von PrimeSense, der Hersteller der Kinect-Kamera, erfasst dabei die Bewegungen der Finger. Die größte Herausforderung für die Entwickler soll die Erfassung der "Klicks" gewesen sein, da auf der Oberfläche keine Sensoren dafür vorhanden sind. In einem früheren Microsoft-Projekt "SkinTouch" wurde dies über die Erkennung charakteristischer Geräusche beim Berühren der Haut gelöst. Bei "OmniTouch" übernimmt die PrimeSense-Kamera diese Aufgabe: Sie erfasst die nötigen Tiefeninformationen und erkennt, wenn sich der Abstand des Fingers zur Oberfläche auf weniger als einen Zentimeter verringert hat. 

Das Projekt wurde am 19. Oktober beim "ACM Symposium on User Interface Software and Technology" vorgestellt. Ein marktreifes Modell dürfte allerdings noch in weiter Ferne liegen.

 
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