Connected Drive: Spritztour in die Zukunft
14.07.2011 Boris Boden
Facebook-Status ändern, E-Mails vorlesen lassen, Sightseeing-Tipps abrufen – und dabei Gas geben: BMW ist dabei, Auto, Internet und Smartphone zu vereinen. Mobile Next machte sich mit einem komplett ausgerüsteten Wagen auf den Weg zum Tegernsee.
Die erste Begegnung mit ,dem System‘ löst Verwirrung aus: Nein, Connected Drive ist nichts für Grobmotoriker. Unsere Augen suchen das breitformatige 10,2-Zoll-Display nach Informationen ab, statt mit Finger und Touchscreen wird das Navi „Professional“ üner einen Knopf in der Mittelkonsole gesteuert. Nachvollziehbar, dass sich BMW noch bei der Einführung der ersten Version des iDrive, im Herbst 2001, herbe Kritik für das Konzept und seine Bedienbarkeit gefallen lassen musste. Doch inzwischen haben die Entwickler alles so weit optimiert, dass wir nach einigen kurzenTrockenübungen die vielen Menüs und Anzeigen bestens beherrschen. Die Testfahrt ins Wochenende kann beginnen!
Kilometer 0: Abfahrt München
Bevor es losgeht, will das Navi gefüttert werden – dabei kommt iDrive gleich zum Einsatz. Da immer nur die jeweils möglichen Buchstaben für die nächste Eingabe vom System vorgegeben werden, erfolgt die Suche nach Zielen recht zügig. Wer wie in unserem Fall ein Hotel als Ziel wählt, kann über einen Reiseführer auch ausführliche Informationen aus einer Datenbank abrufen und dann gleich über das Autotelefon anrufen.
Falls solche Zieleingaben während der Fahrt erfolgen sollen, gibt es noch ein nettes Feature von Connected Drive: Der Fahrer kann bei der kostenlosen Hotline die Adresse erfragen, die der freundliche Mitarbeiter gleich ans Navigationssystem schickt. Das funktioniert für Abonnenten des Dienstes sogar europaweit kostenlos. In jedem Fall berechnet das Navigationssystem unter Berücksichtigung der Verkehrslage eine passende Route zum Ziel. Schade nur, dass es in unserem Fall bei der Tour durchs Voralpenland keine Option für die landschaftlich schönste Strecke gab.
Kilometer 5: Shopping-Zwischenstopp
Wie von Geisterhand fängt das Auto im Parkhaus zu blinken oder hupen an, obwohl niemand im Auto ist. Möglich wird dies durch die iPhone App „BMW Remote“, mit welcher der Besitzer einige Funktionen fernsteuern kann. So helfen Lichthupe und Hupe, wenn man – wie in unserem Fall – vergessen hat, wo das Auto im Parkhaus steht. Sogar die Türen lassen sich per App öffnen und schließen, was praktisch ist, falls der Schlüssel im Auto steckt. Das Ganze wird per Mobilfunk übertragen, ist also auch aus großer Ferne möglich. Aus Datenschutzgründen wird der genaue Standort des Fahrzeugs allerdings nicht angezeigt, technisch wäre das ohne Probleme möglich. Auch eine Fernabschaltung des Motors gibt es aus Sicherheitsgründen noch nicht.
22.06.2011
» Im Auto online: Das Web fährt mit
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