Handy-Verbot im Auto wird zunehmend ignoriert

Seit 2001 gilt in Deutschland ein Handy-Verbot im Auto. Blöd nur: Kaum einen Fahrzeughalter interessiert die Regelung.

Trotz möglicher unangenehmer Strafen ignorieren immer mehr Autofahrer das Handy-Verbot am Steuer. Das geht aus dem Jahresbericht des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor. Demnach ist die Zahl der Verstöße seit 2005 kontinuierlich gestiegen; 2011 wurden bereits rund 450.000 Autofahrer mit Handy am Steuer erwischt. Schlimmer noch: Die Dunkelziffer wird von Experten weitaus höher eingeschätzt, da der Polizei oftmals die Mittel fehlen, Kontrollen im großen Stil durchzuführen.

Was die Geschlechter anbelangt, verhalten sich sowohl männliche als auch weibliche Mobiltelefonierer zunehmend unvernünftiger im Straßenverkehr: Im 7-Jahres-Vergleich legte die Zahl der Verstöße bei den Männern von 223.000 auf 327.000 zu, bei den Frauen von 61.000 auf 123.000.

Zum Hintergrund: Seit 2001 ist die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung verboten. Wer erwischt wird, bezahlt aktuell 40 Euro Bußgeld und erhält einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.


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