Nokia: Mit dem Rücken zur Wand

 
Kämpft mit Softwareproblemen: das Lumia 900

Kämpft mit Softwareproblemen: das Lumia 900

Nokia findet einfach keinen Weg aus der Krise. Jetzt warnte der Handy-Hersteller vor einem Verlust im Kerngeschäft in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres. Doch das ist nicht die einzige Hiobsbotschaft.

Der Druck auf Nokia-Chef Stephen Elop wird immer größer. Trotz der weitreichenden Kooperation mit Microsoft und einer mit enormen Marketingaufwand begleiteten Smartphone-Offensive bekommt der Manager die Krise beim angeschlagenen Handy-Hersteller einfach nicht unter Kontrolle.

So musste Nokia gestern eine Gewinnwarnung herausgeben, die für ein wahres Beben an den internationalen Finanzmärkten sorgte: Darin räumte Nokia ein, sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres Verluste in seinem Kerngeschäft zu schreiben. Als Gründe nannte Nokia den harten Wettbewerb auf den Schwellenmärkten sowie sinkende Margen im Smartphone-Geschäft. Als unmittelbare Folge brach der Kurs der ohnehin schwer gebeutelten Nokia-Aktie zeitweise um mehr als 18 Prozent ein. Auch heute hielt der Kurssturz unverändert an: Aktuell (Donnerstag; 11:57 Uhr) notiert das Nokia-Papier bei gerade eimal rund 3 Euro.

Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, haben die Finnen zusätzlich auch noch große Probleme bei der Einführung des neuen Smartphone-Flaggschiffs Lumia 900 in den Vereinigten Staaten. Der Marktstart sollte für Nokia eigentlich das große Comeback auf dem US-Markt einläuten: Stattdessen sorgen die Geräte nun wegen Problemen bei den Datenverbindungen für Ärger bei den Käufern.

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